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Sprungwoche auf dem Flugplatz Gera Leumnitz

Sprungplatzleiter Chris in GeraDie 2te Sprungwoche des Jahres 2011 ist auf dem Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ) angebrochen. Leider mit schlechtem Wetter. Am Samstag & Sonntag wurden die neuen AFF-Schüler mit massenhaft Theorie bombardiert, Sonntagnachmittag hätten diese eigentlich in die Luft gehen sollen. Das schlechte Wetter begann aber leider schon am Wochenende. Sowohl Samstag als auch Sonntag (30. & 31.07.) gab es flüssigen Sonnenschein (Regen), der Sprungbetrieb stand still. Auch Montag ging dank einer geschlossenen Wolkendecke und feuchten Winden nichts. Somit war Dienstag, der 02.08. der erste wirkliche Sprungtermin der Woche.


AFF-SchülerEinige Solo-Springer haben sich extra Urlaub genommen, um ein paar Sprünge aus der Soloy 206 zu kloppen. Auch die erwähnten AFF-Schüler waren am Platz anwesend und wurden für ihren ersten Sprung vorbereitet. 8 Loads sind am Dienstag gegangen. An diesem Tag waren für mich leider wieder nur 2 Sprünge drin. Als ich mich für den 3ten Sprung des Tages manifestieren wollte, sagte Chris (unser Sprungplatzchef), dass „mein Schirm“ leider bereits an jemanden anderen vergeben sei. Ich muss mir demnächst halt doch mal nen eigenen Schirm kaufen…

An diesem Dienstag habe ich im ersten Sprung den Floaterexit noch etwas geübt, und im Freifall ein paar Sitfly-Übungen gemacht. Die haben aber alle nicht wirklich gut funktioniert. Beim 2ten Sprung hat das dann schon besser geklappt. Da hab ich mich zuerst stabil auf den Bauch gelegt und von dort dann die Beine angewinkelt, die Arme beide stark nach hinten gedrückt und schon kam der Positionswechsel vom Bauchfliegen ins Sitfly fast wie von alleine. Noch nicht stabil die ganze Sache, aber es war schon ein erkennbarer Sitfly (übrigens mein erster „richtiger“ Sitfly, der nicht gleich wieder auf dem Rücken endete).

Fallschirm packen in GeraBesonders erwähnenswert sei auch die Lufttemperatur in 4000m Höhe. Sagenhafte 14 °C zeigte das Thermometer. Wohlgemerkt PLUS-Grade!!! Komisch nur, dass wenige Loads später die Zeiger auf 0°C standen O.o Entweder hat die Sonne innerhalb kurzer Zeit das Außenthermometer aufgeheizt, oder die Luft ist innerhalb kurzer Zeit um 14° kälter geworden. Letzteres erscheint mir aber sehr unsinnig, da beim ersten Sprung gefühlt die gleichen Temperaturen waren, wie etwas später am Tage. Erstere Vermutung kommt aber auch nicht wirklich in Frage, denn das Thermometer hat noch nie rumgesponnen… Naja, unten waren so um die 24°C, und das war sehr angenehm. Beim Packen des Fallschirmes standen einem aber die Schweißperlen wieder auf der Stirn.


Weiter gings dann am Mittwoch gleich morgens um 09:30 Uhr mit dem ersten Load. Ich war gegen 10 Uhr im 2ten Load. Der Mittwoch sollte von den Temperaturen noch wärmer werden als der Dienstag. Am Boden waren gegen Nachmittag 26° und mehr, uns allen war in den Sprungkombis elend warm. Auch im Flieger wollte die Luft nicht so wirklich abkühlen, auf 3000 Metern waren unglaubliche 18°C, auf 4000m dann wieder wie am Vortag 12°C. Selbst unser Sprungplatzleiter Chris Buß hatte solche Temperaturen in Deutschland auf 4000m noch nie erlebt.

Schäfchen-Wolken über GeraAm Mittwoch (03.08.2011) habe ich einen Solosprung und 2 RW-Sprünge gemacht. Der erste RW war mit Britta. Wir versuchten mal einen anderen Exit als beim letzten gemeinsamen Sprung. Dieses Mal stand ich Außen am Flugzeug (Floaterexit) und Britta hat sich am Brustgurt und Armpolster festgehalten. Dieser Exit wollte aber noch nicht so richtig funktionieren, schnell wurde alles instabil und wir ließen uns los. Der Sprung endete dann im Anleveln (Höhenunterschied).

Der 2te RW-Sprung war dann wieder mit Britta und extra noch Robin. Bei diesem Sprung haben wir einen sehr interessanten Exit hingelegt. Ich und Robin standen außen (Floaterexit) und Britta packte uns von innen an den Brustgurten. Kaum hatten wir uns in 4000m aus dem Flieger gestürzt, drehte sich immer abwechselnd einer auf den Rücken, komischerweise haben wir 3 uns nicht los gelassen 🙂
Tolle Bilder habe ich von diesem Exit noch im Kopf. Fotos oder Videos existieren davon leider nicht.

Vor allem der letzte Sprung des Tages war sehr lustig für uns 3, tolle Erfahrung 😉

Auch die Sprungschüler am Platz konnten so einige AFF-Level hinter sich lassen. 2 erfolgreich bestandene Level 7 waren das Ergebnis. Also heißt es nun für einige der Sprungschüler Ready to Level 8 – SOLO! Viel Spass dabei 😉

Die letzten Tage haben uns auch andere Flugobjekte auf dem Flugplatz Gera Leumnitz besucht. So unter anderem ein Ultraleicht-Gleitschirmflieger und ein Polizei-Helikopter. Letztgenannter hat auch für einiges Chaos bei der Landung und beim Start gesorgt: Die Landewiese rund um den Flugplatz war frisch gemäht, das Grüne sollte zu Heu getrocknet werden. Der Wind der Heli-Rotoren hat dann alles auf die Start- und Landebahn geblasen.

Ultraleicht-Gleitschirmflieger in GeraPolizeihelikopter in Gera

Donnerstag und Freitag war leider beschissenes Wetter, Samstag wars aber dafür wieder schön. Und das tolle Samstagswetter haben ich und Britta auch genutzt, um 4 tolle Sprünge aus der Cessna 206 Soloy zu ziehen. Wir haben weiterhin unseren Exit (ich Floaterexit, Sie innen mich am Brust- und Armgurt packend hinterher) verbessert. Bild aus dem Heck der Cessna 206 Soloy Dank HandyCam von Ingo und teilweise Kamera-Support von Stefan konnten wir uns unseren Exit mehrmals anschauen und mit jedem Sprung etwas verbessern. Man kann eigentlich sagen, dass jeder der 4 Sprünge am Samstag bei uns beiden toll geklappt hat. Wir waren sehr mit unserer Leistung zufrieden.

Im Freifall haben wir weiterhin an unserer Levelarbeit geschraubt und ein paar neue Körperhaltungen getestet. So hat zum Beispiel Britta von Ingo gelernt, dass man mit pfeilförmigen Händen vor der Brust (also Hände zu einer Schale formen und vor die Brust halten, für besseren Strömungsverlauf der Luft) übelst schnell sinkt und so leichte Personen ohne Probleme hinter schwereren hinterher kommen. Und das ganze ohne Blei.

Rüsselwolken über GeraErwähnenswert sei auch die tolle Wolkenaussicht von oben. Man kann diese Wolken (siehe Bild) mehr oder weniger als Schlauchwolken bezeichnen. Unten flach und nach oben hin richtig lange Rüssel in den Himmel. Unser Pilot ist auch mal eine sehr schöne Runde mit dem Flieger um so einen Wolkenrüssel herum geflogen.

Alles in Allem: Ein sehr geiler Tag bzw. eine überaus tolle Sprungwoche. Insgesamt 9 Sprünge habe ich im Zeitraum vom 02.08. – 06.08. gemacht. Nun zählt mein Sprungbuch 65 Sprünge.

Sprung-Nr: 57
Datum: 02.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit auf 4100m; Floater Exit; Sitfly-Übungen, aber leider immer wieder auf dem Rücken / Bauch gelandet, da ich meine Arme nicht weit genug nach hinten gestreckt habe; Pull bei 1000m

Sprung-Nr: 58
Datum: 02.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Floater Exit auf 4000m; Sitfly-Übungen, 1. funktionierender Sitfly, da ich die Arme weit nach hinten gestreckt habe; noch ein paar Sekunden Headdown-Versuche; Pull bei 1000m;

Sprung-Nr: 59
Datum: 03.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit auf 4000m; Floater Exit; Sitfly-Übungen, aber leider immer wieder auf dem Rücken / Bauch gelandet, da ich meine Arme nicht weit genug nach hinten gestreckt habe; Pull bei 1000m

Sprung-Nr: 60
Datum: 03.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit bei 4000m; RW mit Britta; Floater Exit (gelinkter Exit); instabiler Exit, wir haben uns recht zeitig losgelassen, da wir ins trudeln kamen; danach Leveln: hat nicht so gut geklappt, Britta zu leicht (dachten wir); Separation bei 1500m; Pull bei 1000m;

Sprung-Nr: 61
Datum: 03.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit bei 4000m; 3er RW mit Britta + Robin; Floater Exit (gelinkt, ich + Robin außen); instabiler Exit, aber dafür sehr lustig – jeder ist beim Fallen mal herumgekippt und hat die anderen Springer in Rückenlage angeschaut, wir haben uns anfangs aber nicht losgelassen 🙂 ; Später sind Robin und ich aber abgesoffen, Britta kam nicht mehr hinterher und hat auch ihre Brille bei 3000m verloren; ich hab dann Robin angeflogen (hätten uns fast greifen können); separiert bei 1500; Pull bei 1000m;

Sprung-Nr: 62
Datum: 06.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit in 4000m; RW mit Britta (ohne Blei); Floater-Exit (gelinkt); Exit war recht stabil; nach dem loslassen dann Leveln; Annähern, aber nicht geschafft, zu fassen; separiert bei 1500m; Pull bei 1000m;

Sprung-Nr: 63
Datum: 06.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit in 4000m; RW mit Britta (ohne Blei); Floater-Exit (gelinkt); Exit war recht stabil; nach dem loslassen dann Leveln; separiert bei 1500m; Pull bei 1000m; bei diesem Sprung hat uns Stefan mit seiner GoPro-Kamera begleitet;

Sprung-Nr: 64
Datum: 06.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit in 4000m; RW mit Britta (ohne Blei); Floater-Exit (gelinkt); Exit war stabil; nach dem loslassen kurz parallel Bauchflug (haben uns etwas entfernt); danach wieder angenähert und an Armen angefasst; separiert bei 1500m; Pull bei 1000m; Stefan ist mit seiner GoPro-Kamera hinterher und lag ca. 20m seitlich entfernt von uns, wegen Kamera-Akku wurde unser sehr guter Sprung leider nicht aufgezeichnet;

Sprung-Nr: 65
Datum: 06.08.2011
Ort: Flugplatz Gera Leumnitz (EDAJ)
Flugzeug: Cessna 206 Soloy (N21SC)
Fallschirm-Typ: Leih-Sportschirm Teardrop, Quadra 190
Programm: Exit in 4000m; RW mit Britta (ohne Blei); Floater-Exit (gelinkt); Exit war stabil; sind in gleicher Geschwindigkeit gefallen; Losgelassen, Britta hat sich nach rechts gedreht, ich an Arm- und Beinpolster gegriffen; Losgelassen und wieder an den Händen gepackt; alles recht stabil 🙂 ; Separation bei 1500m; Pull bei 1000m;

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